____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Kaliber
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Das Kaliber (kurz Kal.; AE caliber, BE sowie französisch calibre, kurz cal.) ist ein MaĂ fĂŒr den AuĂendurchmesser von Projektilen und den Innendurchmesser des Laufes einer Waffe. Bei gezogenen LĂ€ufen wird zwischen Innenkaliber (dem Durchmesser zwischen den Feldern, den hervorstehenden Teilen der Laufinnenwand) und AuĂenkaliber (dem Durchmesser zwischen den ZĂŒgen, den eingeschnittenen Teilen der Laufinnenwand) unterschieden. Oft wird das Wort Kaliber auch in der Bedeutung von Munitions- oder Patronentyp benutzt.
Als Unterkaliber werden Geschosse bezeichnet, deren Durchmesser geringer als der des Rohres ist. Ein Beispiel dafĂŒr ist APFSDS-Munition. Als Ăberkaliber werden Geschosse bezeichnet, deren Durchmesser gröĂer als der des Rohres ist. Ein Beispiel dafĂŒr sind Gewehrgranaten.
Contents
⹠KaliberlÀnge
âą Flinten
âą BĂŒchsen
âą GĂ€ngige Kaliber
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Herkunft der Bezeichnung âKaliberâ
Das Wort wurde um 1600 (in Deutschland 1616) aus dem gleichbedeutenden französischen calibre ins Deutsche ĂŒbernommen. Das französische Wort leitet sich vom arabischen Wort ÙۧÙŰš / qÄlib / âSchusterleistenâ, geschrieben auch calib, ab (im mittelalterlichen Latein in calibrum, âHalseisen der Gefangenen, Kummet der Zugtiereâ, im 15. Jahrhundert in italienisch calibro, ein MessgerĂ€t, und ab 1478 als französisch calibre fĂŒr den Durchmesser von GeschĂŒtzrohren gebrauchtcite-ref-1[1]). Das arabische Wort geht seinerseits auf das spĂ€tgriechische ÎșαλαÏÏÎŽÎčÎżÎœ (kalapĂłdion) â vgl. gr. ÎșαλΏÏÎżÏ
Ï (kalĂĄpĆ«s) aus ÎșáŸ¶Î»ÎżÎœ (kĂąlon), âHolzstĂŒckâ und ÏÎżÏÏ (pĆ«s), âFuĂâ â mit derselben Bedeutung zurĂŒck. Motiv der BedeutungsĂ€nderung ist eine Verallgemeinerung des spezifischen Begriffs zu âFormâ, âModellâ und auch âGröĂeâ.
Als KalibermaĂ einer Waffe wurde und wird im englischen Sprachraum oft das Gewicht einer Rundkugel aus Blei angegeben, die in den Lauf der Waffe passte; die Kaliberangabe bezog sich also auf eine Gewichtseinheit und nicht auf eine LĂ€ngeneinheit. Darum war das Kaliber ursprĂŒnglich ein altes britisches GewichtsmaĂ (1 Kaliber = etwa 453,6 g), und das Kaliber einer Waffe wurde als Vielfaches oder als Bruchteil dieser Gewichtseinheit angegeben. Dieses Prinzip wurde auch auf andere GewichtsmaĂe ĂŒbertragen. So sind bis heute die Kaliberangaben historischer GeschĂŒtze gelĂ€ufig, die sich auf das Pfund bezogen; so verschoss beispielsweise eine ZweipfĂŒnderkanone 2 Pfund schwere Geschosse. Dieses historisch gewachsene MaĂ hatte auch den praktischen Aspekt, dass die beabsichtigte Trefferlage sich aus der Konstanten Geschossgewicht und den Variablen Rohrerhöhung und Treibladung berechnen lieĂ, wobei der Geschossdurchmesser primĂ€r keinen Einfluss auf die Gleichung hatte. FĂŒr den Artilleristen sowie den Pulverzuteilenden war somit das Geschossgewicht von erheblich gröĂerer Relevanz.
Kaliberangaben und KalibergröĂen
Abgesehen von den Flintenkalibern ist seit dem spÀten 19. Jahrhundert die Angabe des Kalibers in LÀngeneinheiten gebrÀuchlich. Bei historischen Waffen kamen auch heute nicht mehr gebrÀuchliche Einheiten zur Verwendung. So wurde das Kaliber des Dreiliniengewehrs in der alten Einheit Linie (= ein Zehntel Zoll) angegeben. Drei Linien entsprechen exakt 7,62 mm. Als Einheiten haben sich heute der Meter (Millimeter) und der Zoll (engl. inch = 2,54 cm) durchgesetzt.
Als Kleinkaliber werden Handfeuerwaffen bis zu 6,5 mm bezeichnet. Mittlere Kaliber, auch Mittelkaliber oder Mittelpatrone, sind Patronen ĂŒber 6,5 mm und unter 9 mm (wie die Gewehrpatrone 7,92 Ă 57 mm des deutschen MilitĂ€rs wĂ€hrend der beiden Weltkriege). Mittelpatronen weisen das Kaliber der Mittelkaliber auf, haben aber eine verkĂŒrzte HĂŒlsenlĂ€nge â wie die 7,92 Ă 33 mm kurz fĂŒr das Sturmgewehr 44. Als GroĂkaliber gelten Waffen ab 9 mm, beispielsweise die Patrone 9,3 Ă 62 mm fĂŒr Jagdgewehre, Standardpatrone fĂŒr Pistolen ist die 9 Ă 19 mm.
Wird das Kaliber von Handfeuerwaffen in Zoll angegeben, geschieht das meist in der Form eines Dezimalbruches nach angloamerikanischer Schreibweise, also mit einem Punkt anstelle eines Kommas. Je nach Art der Munition werden dabei hundertstel oder tausendstel Zoll angegeben. Bei Kaliber bis zu einem Zoll wird die fĂŒhrende Null weggelassen: Das Kleinkaliber .22 lfB (lang, fĂŒr BĂŒchse und Pistole, vornehmlich fĂŒr Sportwaffen sowie zur Jagd auf Kleinwild) betrĂ€gt beispielsweise 0,22 Zoll (gesprochen Kaliber zweiundzwanzig), entsprechend 5,6 mm Ă 15 mm. Weitere gĂ€ngige Kaliber in Zollangabe sind .380 ACP (9 mm kurz, metrisch 9 Ă 17 mm) und .45 ACP (metrisch 11,43 Ă 23 mm) fĂŒr Kurzwaffen sowie .38 Special (metrisch 9 Ă 29 mm) fĂŒr Revolver.
Die Kaliberangaben lassen sich vor allem bei tradierten Munitionsarten nicht eins zu eins von Zoll in Millimeter oder zurĂŒck umrechnen; so betrĂ€gt beispielsweise der tatsĂ€chliche Geschossdurchmesser des Revolverkalibers .44 etwa 10,9 mm und entspricht somit eigentlich .43, rechnerisch dagegen 11,176 mm; beim Kaliber .38 betrĂ€gt der Geschossdurchmesser nominell 9 mm, rechnerisch dagegen 9,65 mm. ZurĂŒckzufĂŒhren ist das auf die bei Perkussionswaffen ĂŒblichen Unterschiede zwischen Geschoss und Lager; das Geschoss hatte einen etwas geringeren Durchmesser als das Lager, um das Laden von vorn zu erleichtern. Auch Verkaufsaspekte spielten eine gewisse Rolle, âvierundvierzigâ (engl.: forty-four) klang eben besser als âdreiundvierzigâ (engl.: forty-three).
Eine .308 Winchester entspricht 7,62 Ă 51 mm NATO (das Kaliber des G3, vormaliges Standard-Schnellfeuergewehr der Bundeswehr). Das Kaliber .45-70 Government fĂŒr Langwaffen (0,45 Zoll) entspricht metrisch 11,43 Ă 53,5 mm; die Zahl 70 bezeichnet die Schwarzpulvermenge in Grain, .50 BMG umgerechnet 12,7 mm. Englischsprachige Kaliberangaben sind nur anhand der Zusatzbezeichnung eindeutig zu identifizieren.
Patronentypen mit gleichem Geschossdurchmesser, aber unterschiedlichen HĂŒlsenlĂ€ngen und ballistischen Eigenschaften, werden im Zollsystem oft durch Variationen der Kaliberangaben unterschieden. So wird fĂŒr eine relativ schwache Pistolenmunition im Kaliber 6,35 mm die Angabe .25 verwendet, wĂ€hrend die Bezeichnung .250 fĂŒr eine vor allem fĂŒr die Jagd verwendete leistungsfĂ€hige Gewehrpatrone steht. Die Revolverpatronen .38 und .357 haben trotz des nominell unterschiedlichen Kalibers denselben Geschossdurchmesser, wobei die .357 eine wesentlich stĂ€rkere Magnumpatrone ist und nicht aus Waffen im Kaliber .38 verschossen werden darf, umgekehrt diese sehr wohl.
Als das kleinste Feuerwaffenkaliber gilt eine Patrone im Kaliber 2,7 mm, die der österreichische Uhrmacher Franz Pfannl entwickelte und die aus der 1914 vorgestellten Selbstladepistole Kolibri verschossen wurde. Heute ĂŒbliche Kaliber ziviler Handfeuerwaffen reichen von .170 (eine Jagdpatrone) bis zum Flintenkaliber 4 (Laufbohrung etwa 26,7 mm) fĂŒr die Elefantenjagd.
Kaliberangaben und KalibergröĂen werden unterschiedlichst betrachtet. Die englische Begrifflichkeit Medium Caliber Ammunition (MCA) bezeichnet Munition fĂŒr GeschĂŒtze im Kaliber von 20 mm bis 50 mm.cite-ref-2[2] Gerade beim MilitĂ€r sind im Vergleich zur deutschen Begrifflichkeit Kleinkaliber hundertfach gröĂere Kaliber bekannt, die fĂŒr kleine bis mittlere GeschĂŒtze in Millimeter aber oft auch in Zentimeter oder Inch/Zoll angegeben werden.
MilitĂ€rische Granatpistolen bzw. Handgranatwerfer haben Kaliber bis 40 mm. Die Kaliber lafettierter Maschinenwaffen und GeschĂŒtze reichen von 5,56 mm bei Maschinengewehren bis 914 mm bei schweren Mörsern, die aber nur in sehr geringen StĂŒckzahlen oder als Prototypen gebaut wurden. Die bisher gröĂten SchiffsgeschĂŒtze im Kaliber 460 mm waren auf den japanischen Schlachtschiffen Yamato und Musashi installiert; die bisher gröĂten Landkanonen mit einem Kaliber von 800 mm waren die deutschen EisenbahngeschĂŒtze Dora und Gustav. Ein ExperimentalgeschĂŒtz mit dem Kaliber 914 mm war Little David.
Der Durchmesser von Raketengeschossen, die von AufhÀngungen oder von Startrampen aus gestartet werden, wird im Allgemeinen nicht als Kaliber bezeichnet.
KaliberlÀnge
Bei Rohrwaffen wie Kanonen von Kampfpanzern oder ArtilleriegeschĂŒtzen beschreibt die KaliberlĂ€nge die LĂ€nge des Rohres im VerhĂ€ltnis zum Kaliber. Eine Kanone mit 55 KaliberlĂ€ngen und einem Kaliber von 120 mm ist also 55 Ă 120 mm = 6600 mm lang. Die KaliberlĂ€nge wird zumeist mit einem vorgestellten âL/â wiedergegeben, im Beispiel also L/55.
Kaliberbezeichnungen
In Europa folgen Kaliberbezeichnungen dem von der C.I.P. festgelegten internationalen Standard. Diese Aufgabe der Normierung ĂŒbernimmt in den USA das SAAMI. Man findet auch noch gĂ€ngige veraltete, nicht von C.I.P. oder SAAMI gelistete Bezeichnungen, ebenso Kaliberangaben nach anderen, proprietĂ€ren Standards (wie NATO-STANAG), sofern sie nicht auch von C.I.P. oder SAAMI als Synonyme aufgenommen wurden.
Flinten
â
Hauptartikel
:
Flintenmunition
Die Flintenmunitionsbezeichnung besteht meist aus dem KalibermaĂ der Flinte und der LĂ€nge der HĂŒlse. Die Angabe 12/70 bedeutet Kaliber 12, HĂŒlsenlĂ€nge 70 mm. Die Angabe Kaliber 12 (englisch 12 Gauge) (gleich 18,53 mm Ă HĂŒlsenlĂ€nge) bedeutet, dass zwölf gleich groĂe Bleikugeln eine Masse von einem englischen Pfund (ca. 454 g) ergeben, eine Kugel wiegt also 1/12 Pfund. Da es sich um Bruchteile handelt, ist der Durchmesser der Laufbohrung umso kleiner, je gröĂer die Kaliberzahl der Flinte ist.
BĂŒchsen
Gewehre mit gezogenem Lauf werden als BĂŒchse bezeichnet. Die Munitionsbezeichnung besteht aus dem Nominalwert des Kalibers, der an unterschiedlichen Stellen (Zug nach Zug, oder Feld nach Feld) gemessen oder frei festgelegt werden kann, und entweder der HĂŒlsenlĂ€nge wie im deutschen Sprachraum oder einer anderen eindeutigen Bezeichnung wie z. B. dem EinfĂŒhrungsjahr.
âą Der Munitionsname .50 BMG gibt das Kaliber und die Waffe an, fĂŒr die sie konstruiert wurde, an (BMG=Browning Machine Gun), die metrische Bezeichnung dieser Patrone (12,7 Ă 99 mm NATO) enthĂ€lt Kaliber, HĂŒlsenlĂ€nge und Zusatz NATO, den alle NATO-Standardmunitionsarten tragen.
âą Ein Markenname findet sich beispielsweise im Jagdkaliber 7 Ă 64 mm Brenneke.
Manche Munitionsarten werden nur unter ihren metrischen Bezeichnungen gefĂŒhrt, so beispielsweise 7,92 Ă 57 mm IS. FĂŒr einige Patronen gibt es feste Bezeichnungen in beiden MaĂsystemen, zum Beispiel 6,35 mm Browning = .25 ACP, 7,65 mm Browning = .32 ACP (ACP=Automatic Colt Pistol).
Die Kaliberbezeichnung mancher Patronen, die als Schwarzpulver-Patronen eingefĂŒhrt wurden, gibt das Kaliber und die Masse der Treibladung an. So hat die Patrone .50-90 Sharps ein Kaliber von 0,5 Zoll und enthĂ€lt eine Treibladung von 90 grains Schwarzpulver.
GĂ€ngige Kaliber
â
Hauptartikel
:
Liste von Handfeuerwaffen-Munitionsarten
Die folgende Tabelle zeigt eine KurzĂŒbersicht von einigen gebrĂ€uchlichen Kalibern fĂŒr Handfeuerwaffen mit US-amerikanischen (inch) und metrischen (mm) Einheiten. Aufgrund von verschiedenen Namenskonventionen und unterschiedlichen Herstellern können die Geschossdurchmesser deutlich vom genannten Durchmesser abweichen. Zum Beispiel gibt es Differenzen von bis zu 1,15 mm zwischen den kleinsten und gröĂten Patronen mit dem Kaliber .38.
Siehe auch
:
Liste von Handfeuerwaffen-Munitionsarten
Siehe auch
:
Kanone#Historische_Kaliber
| Kaliber (Zoll) | Metrischer Nennwert | Typischer Geschoss- durchmesser | GebrÀuchliche Patronen | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| .107 | 2,7 mm | 0.107âł (2,72 mm) | 2,7 Ă 9 mm Kolibri | kleinste kommerziell vertriebene Patrone |
| .17 | 4,4 mm | 0.172âł | .17 Remington , .17 HMR | Kleinwildjagd und ZielschieĂen |
| .177 | 4,5 mm | .177 lead, .175 BB | .177 Airgun | Kleinwildjagd und ZielschieĂen |
| .20, .204 | 5 mm | 0.204âł (5,18 mm) | .204 Ruger , 5 mm Remington Rimfire Magnum | MatchbĂŒchsen zum ZielschieĂen |
| .22, .218, .219, .220, .221, .222, .223, .224, .225, .226 | 5,5 mm, 5,56 mm, 5,7 mm | 0.223...0.224Ⳡ(5,69 mm) | .22 Long Rifle , .222 Remington , .223 Remington, 5,56 à 45 mm NATO , 5,7 à 28 mm , .22-250 Remington, .22 Airgun, .22 Hornet | gÀngiges Kleinkaliber , .223 ist das neue NATO-Kaliber Benchrest Patronen: .22PPC USA, .22BR (.22 Benchrest Remington), beliebt bei der Kleinwildjagd |
| .228 | â | 0.228âł | .228 Ackley Magnum | |
| .24 | 6 mm | 0.243âł (6,17 mm) | .243 Winchester , 6 mm Remington, 6 mm Plastik fĂŒr Luftgewehre | Benchrest Patronen: 6mm PPC, 6mm BR Norma, 6mm BR Remington |
| .25 | 6,35 mm | 0.25âł (6,35 mm) | .25 ACP, 6,35 Ă 16 mm SR | .25 Auto bzw. 6,35 mm Browning |
| .257 | 6,5 mm | 0.257âł (6,53 mm) | .257 Roberts, .25-06 Remington, .250 Savage, .257 Weatherby Magnum | typisches .25 Kaliber |
| .26 | 6,5 mm | 0.264âł (6,71 mm) | 6,5 Ă 55 mm Mauser , .260 Remington | allgemein bekannt als 6,5 mm |
| .27 | 6,8 mm | 0.277âł (7,04 mm) | .270 Winchester , 6,8 mm Remington SPC , 6,8 Ă 51 mm (.277 Fury) | beliebte Jagdmunition, die .277 Fury ist seit 2022 das Kaliber der NGSW der US Army |
| .28 | 7 mm | 0.285âł (7,25 mm) | 7 mm Remington Magnum , 7 Ă 57 mm Mauser, 7 Ă 64 mm | allgemein bekannt als 7 mm |
| .29 | 7,5 mm | 0.306âł (7,78 mm) | 7,5 Ă 55 mm Swiss | auch GP11 oder Gewehrpatrone Modell 11 genannt |
| .30 | 7,62 mm | 0.311âł (7,90 mm) | .303 British , 7,62 Ă 39 mm (M43 AK-47), 7,62 Ă 54 mm R | |
| .30 | 7,62 mm | 0.308âł (7,82 mm) | .30-06 Springfield , .300 Winchester Magnum , .308 Winchester ( 7,62 Ă 51 mm NATO altes NATO-Kaliber) | amerikanisches .30 Kaliber, typische ScharfschĂŒtzenmunition , auĂerdem allesamt gebrĂ€uchliche Jagdkaliber |
| .32, .327 | 7,65 mm | 0.309...0.312âł | .32 ACP , .32 S&W, .327 Federal Magnum | .32 Kaliber fĂŒr Faustfeuerwaffen |
| .32, .325 | 8 mm | 0.323âł (8,20 mm) | 8 Ă 57 mm IS / IRS ( 7,92 Ă 57 mm Mauser ), .325 WSM, 8 mm Remington Magnum, 8 Ă 68 mm S , 8 mm Plastik fĂŒr Luftgewehre | .32 Kaliber fĂŒr Gewehre |
| .327 | 8,3 mm | 0.327âł | 8 Ă 50 mm R Lebel | |
| .338 | 8,58 mm | 0.338âł | .338 Lapua Magnum , .338 Winchester Magnum , .338 Federal .338 Ultra Magnum | neuere ScharfschĂŒtzenmunition; Weitschuss Jagdkaliber |
| .38, .380, .357, .35 | 9 mm | 0.355...0.357âł | .38 Super , .380 ACP , .357 Magnum , .38 Special , .357 SIG , .35 Remington, 9 Ă 19 mm , 9 Ă 18 mm Makarow | .355 fĂŒr automatische Waffen, .357 fĂŒr Revolver und Gewehre, 9 Ă 19 mm ist die weltweit am weitesten verbreitete Pistolenmunition |
| .375 | 9,5 mm | 0.375âł (9,53 mm) | .375 H&H Magnum , .375 Ruger | GroĂwildjagd |
| .38 | 10 mm | 0.400âł | .38â40 | alte Schwarzpulverpatronen |
| .40 | 10 mm | 0.400âł (10,16 mm) | .40 S&W , 10 mm Auto | |
| .404 | 10,25 mm | 0.423âł (10,74 mm) | .404 Jeffery | GroĂwildjagd |
| .405 | 10,75 mm | 0.411âł | .405 Winchester | |
| .408 | 10,4 mm | 0.408âł | .408 Chey Tac | ScharfschĂŒtzenmunition fĂŒr groĂe Entfernungen |
| .41 | 10,25 mm | 0.410âł | .41 Magnum, .41 Action Express | |
| .416 | 10,6 mm | 0.416âł (10,57 mm) | .416 Barrett, .416 Remington Magnum, .416 Rigby, .416 Weatherby Magnum | ScharfschĂŒtzenmunition fĂŒr groĂe Entfernungen / GroĂwildjagd auf kurze Distanz |
| .43 | 11 mm | 0.43âł (10,92 mm) | .43 SL large | |
| .44 | 10,8 mm | 0.427...0.430âł | .44-40 Winchester , .44 Special , .44 Magnum | gebrĂ€uchliche GroĂkaliberrevolvermunition |
| .45 | 11,45 mm | 0.451...0.452âł (11,48 mm) | .45 Colt , .45 ACP , .45 GAP | .45 Automatic Colt Pistol (1911), .451 Mantelgeschosse und .452 Bleigussgeschosse |
| .45 | 11,6 mm | 0.458âł (11,63 mm) | .45-70 Government , .450 Marlin | gebrĂ€uchliches .45 Kaliber fĂŒr Gewehre; heute beliebte Jagdmunition |
| .450 | 11,43 | | .450 Rigby | Jagdmunition fĂŒr GroĂwildjagd in Afrika |
| .454 | 11,53 mm | 0.454âł (11,53 mm) | .45 Long Colt , .454 Casull | .45 Colt (vor Zweitem Weltkrieg) |
| .458, .46 | 11,6 mm | 0.458âł | .458 Winchester Magnum , .460 Weatherby Magnum , .458 Lott | GroĂwildjagd auf mittlere bis weite Entfernungen |
| .475, .480 | 12 mm | 0.475âł (12,07 mm) | .480 Ruger, .475 Linebaugh | GroĂkaliberrevolver |
| .50 | 12,7 mm | 0.500âł (12,7 mm) | .50 AE , .500 S&W , .500 Nitro express, .50 Beowulf , .50 GI | Desert Eagle , S&W Model 500 , Kaliber .50 Paintballmunition , GroĂwildjagd |
| .50 | 12,7 mm | 0.510âł (12,95 mm) | .50 BMG ( 12,7 Ă 99 mm NATO ), 12,7 Ă 108 mm | M2 Browning Maschinengewehr und andere schwere Maschinengewehre, zur BekĂ€mpfung von Hartzielen oder fĂŒr Entfernungen bis 2 km |
| .57 | 14,5 mm | 0.586âł (14,88 mm) | 14,5 Ă 114 mm , 14,5 mm JDJ | Russische PanzerbĂŒchse, 14,5-mm-Maschinengewehr KPWT |
| .600 | 15,24 mm | 0.620âł (15,75 mm) | .600 Nitro Express | groĂe und leistungsstarke Patrone fĂŒr nichtmilitĂ€rische Langwaffen (GroĂwildjagd) |
| .68 | 17,27 mm | 0.675...0.695âł | | Kaliber .68 Paintballmunition |
| .700 | 17,78 mm | 0.700âł (17,78 mm) | .700 Nitro Express | eine der gröĂten und leistungsstĂ€rksten Patronen fĂŒr nichtmilitĂ€rische Langwaffen (GroĂwildjagd) |
| .79 | 20 mm | 0.787âł (20,00 mm) | 20 Ă 102 mm, 20 Ă 138 mm B | Waffen zum Einsatz gegen Hartziele |
Literatur
âą Frank C. Barnes, Layne Simson, Dan Shideler: Cartridges of the World: A Complete and Illustrated Reference for Over 1500 Cartridges. 12. Auflage. Gun Digest Books, Iola WI 2009, ISBN 978-0-89689-936-0 (englisch).
âą Ian V. Hogg: Munition â fĂŒr Leichtwaffen, Mörser und Artillerie. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1989, ISBN 3-613-01259-6.
âą Beat P. Kneubuehl: Geschosse. Ballistik â Messtechnik â Wirksamkeit. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-30501-1.
âą Dynamit Nobel: Wiederladen. Ein praktisches Handbuch fĂŒr JĂ€ger und SchĂŒtzen. Dynamit Nobel AG Troisdorf.
âą DEVA: Wiederladen: Vorbereitung und Praxis. Deutsche Versuchs- und PrĂŒfanstalt fĂŒr Jagd- und Sportwaffen e. V., ISBN 3-00-016629-7.
âą Robert E. Walker: Cartridges and Firearm Identification, CRC Press, 2013, ISBN 978-1-4665-8881-3.
⹠Wollert, Lidschun, Kopenhagen: Illustrierte WaffenenzyklopÀdie. MilitÀrverlag der DDR, 1988, ISBN 3-327-00512-5.
âą Johann HĂŒbner: Kaliber (Caliberstock, oder ArtilleriemaaĂstab). Caliber oder Artillerie Maasstab in Erfindung der schwere und Dicke der BombenâCanon und anderer Kugeln, wie auch beĂż Auffreissung und Abtheilung der MörserâCanonen, Lavetten und anderen Artillerie Geraethe und Instrumenten höchst nöthig. In: Reales Staats-Zeitungs- und Conversationslexicon, darin sowohl die Religionen, die Reiche und Staaten, Meere, Seen, Inseln, FlĂŒsse, StĂ€dte, Festungen, Schlösser ⊠als auch andere in Zeitungen und tĂ€glichem Umgange vorkommende, ingleichen juristische und Kunstwörter geschrieben werden, in zwei Abtheilungen nebst acht Kupfertafeln. Neue verb. u. vermehrte Auflage. Gleditsch, Leipzig 1804, S. Tafel VII, 1443â1448 (Digitalisat Uni Köln: Tafel VII, ErklĂ€rung [abgerufen am 5. Oktober 2016]).
Weblinks
Wiktionary: Kaliber
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Commons
: Pistolen- und Gewehrpatronen
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Projektil
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Commons
: Munition
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
cite-note-11. â Wilhelm Hassenstein, Hermann Virl: Das Feuerwerkbuch von 1420. 600 Jahre deutsche Pulverwaffen und BĂŒchsenmeisterei. Neudruck des Erstdruckes aus dem Jahr 1529 mit Ăbertragung ins Hochdeutsche und ErlĂ€uterungen von Wilhelm Hassenstein. Verlag der Deutschen Technik, MĂŒnchen 1941, S. 102.
cite-note-22. â Medium Caliber Ammunition (MCA) (Memento des Originals vom 11. April 2023 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/asc.army.mil bei der US-Army